#FreiwilligStark - Worum geht es eigentlich?

Freiwilligendienste im In- und Ausland sind stark unterfinanziert. Die Möglichkeit einen Freiwilligendienst zu machen, sollte für alle, die das wollen offen stehen. Doch durch weitere bereits angekündigte Kürzungen stehen wir an einem Scheidepunkt. Was ist uns Engagement in Deutschland wert?

Es ist wichtig, gerade vor den weiteren Haushaltsaufstellungen und Haushaltsverhandlungen laut einzustehen für unsere Freiwilligendienste. Sie stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie.

Wir haben in unserer Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages 2023 viele wichtige Forderungen für bessere Freiwilligendienste niedergeschrieben. Mit großem Erfolg und mit über 100.000 Stimmen haben wir das Quorum der Petition erreicht und das höchste Votum für die Petition erhalten.

Jetzt geht es darum eine langfristige Finanzierungssicherheit für die Freiwilligendienste zu erwirken und damit die Rahmenbedingungen für Freiwilligendienstleistende, Träger und Verbände nachhaltig zu stärken.

Wir freuen uns auf deine Unterstützung, denn nur gemeinsam sind wir #freiwilligStark


#Aktuelles

Aufruf zum digitalen und dezentralen Aktionstag am 29. April 2024

Nach dem erfolgreichen formalen Abschluss der Petition und dem höchsten Votum durch den Petitionsausschuss im November 2023, der Rücknahme der geplanten Kürzungen für 2024 und dem unglaublich lobbystarken, medial präsenten und politisch erfolgreichen Jahr 2023 geht es jetzt darum, die Freiwilligendienste (FWD) weiter oben auf der Agenda der Bundespolitik zu halten. Denn die auskömmliche Finanzierung für die Freiwilligendienste ist weiterhin nicht gesichert und die Zusagen für die Mittel im BFD für 2025 sowie ein Plan für den FSJ-Haushalt 2025/26 fehlen. Gleichzeitig wird zunehmend übereinen Pflichtdienst diskutiert. Deshalb ist der aktuelle Slogan: #keinehalbensachen.

In der Stellungnahme des Petitionsausschusses steht: „Bund und Länder sind im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten und Möglichkeiten dazu aufgerufen, für eine hinreichende staatliche Finanzierung sowie für eine attraktive sozial gerechte Ausgestaltung der FWD Sorge zu tragen“.

Voraussichtlich am 03. Juli 2024 wird der Haushaltsentwurf für 2025 veröffentlicht. Bis dahin müssen wir weiter auf die Freiwilligendienste und ihre aktuelle Lage aufmerksam machen und uns für eine langfristige Finanzierung einsetzen. Ziel ist es, bereits im Kabinettsentwurf eine solide Finanzierung der Freiwilligendienste festzuschreiben.

In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre FSJ. Am 29. April 1964 wurde das FSJ-Gesetz durch den Bundestag beschlossen. Deshalb wollen wir gemeinsam Euch wieder einen dezentralen, digitalen und bundesweiten Aktionstag am 29. April 2024 durchführen. Mit Aktionen vor Ort in allen Bundesländern wollen wir zeigen, welche Bedeutung Freiwilligendienste für die Demokratiestärkung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben und warum sie ein Gewinn für die Freiwilligen, die Gesellschaft und die Einsatzbereiche sind. Damit wollen wir sichtbar machen, welche Auswirkungen weitere Kürzungen im ganzen Land haben würden und warum wir endlich eine langfristige finanzielle Planungssicherheit benötigen.

Für den Aktionstag findet ihr hier einige Ideen und Anregungen. Bei den Aktionen ist es sehr wichtig, dass ihr die Presse vor Ort informiert und auch weiterhin den Kontakt zu Euren lokalen Abgeordneten haltet.

Mögliche Aktionsformate
Organisiert die Aktionen bei Euch vor Ort gemeinsam mit Freiwilligen und Euren Einsatzstellen. Auch gemeinsame Aktionen von Einsatzstellen oder Trägern sind eine gute Idee.

  • Postkarten und Briefe für das Engagement der FWD
  • Einladung von lokalen Abgeordneten und Presse in Einsatzstellen
  • Demonstration
  • Mahnwache im öffentlichen Raum
  • Platz für FWD – Banden bilden auf Bänken: lets talk about FWD
  • (Sticker-)Flashmobs –inklusive Infomaterial für Zuschauende
  • Symbolische Aktion(en)in den Einsatzstellen
  • Digitale Beteiligung, z.B. mit Einblicken in Arbeitsalltag

Postkarten und Briefe für das Engagement der FWD: Bereits im letzten Jahr (2023) haben wir viele Postkarten an Mitglieder des Bundestags geschrieben. Die Karten können auch an Christan Lindner (Bundesminister für Finanzen) und an Eure lokalen MdBs adressiert werden, weil es bei der Haushaltsaufstellung insbesondere auf das Bundesfinanzministerium ankommt.

Einladung von lokalen Abgeordneten: Bereits im letzten Jahr haben viele von Euch ihre lokalen Bundestagsabgeordneten in die Einsatzstellen eingeladen und das war ein riesiger Erfolg. Auch zum Aktionstag ist das wieder eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit für unser Anliegen zu erzeugen. Bitte denkt daran, dass Ihr zum Gespräch auch die lokale Presseeinladet, um damit immer auch die Öffentlichkeit zu erreichen. Bitte beachten: Der 29.04.2024 ist ein Montag, in dem keine Sitzungen in Berlin stattfinden. Viele Abgeordnete werden auch aufgrund des Feiertages in ihren Wahlkreisen unterwegs sein. Schreibt sie direkt an und bietet ihnen einen Rahmen, sich für das freiwillige Engagement stark zu machen.

Demonstrationen: Die Durchführung einer Demonstration mit Kundgebung bietet sich besonders bei einem Zusammenschluss von mehreren Trägern und in Landeshauptstädten an. Einladung an Abgeordnete und lokale Politik (z.B. Landtagsabgeordnete, Bürgermeister*in, …), um mit Redebeiträgen an der Demo mitzuwirken, könnten eingeplant werden.

Mahnwachen im öffentlichen Raum: Mahnwachen mit Redebeiträgen und Rahmenprogramm im öffentlichen Raum an einem markanten Punkt, z.B. auf dem Marktplatz oder vor dem Rathaus, bieten sich gerade auch in Landeshauptstädten an. Auch hier bitte Einladung an Abgeordnete und lokale Politik für Redebeiträge mitdenken.

Platz für FWD – Banden bilden auf Bänken. Lets talk about FWD: Freiwillige sind „Überzeugungstäter*innen“. Malt Euch ein Plakat: „letstalk about Freiwilligendienste!“ und setzt Euch damit auf eine Parkbank. Nehmt andere Freiwillige mit, bildet Banden. Ladet Menschen zum Gespräch ein und erzählt von Euren Erfahrungen im FWD und warum es für Euch, für die Einsatzstellen und für die Gesellschaft ein Gewinn ist.

Flashmobs (inkl. Infomaterial für Zuschauende): Viele Menschen auf einem Haufen. Eine kurze, überraschende öffentliche Aktion einer größeren Menschenmenge, die sich über ein soziales Netzwerk dazu verabredet hat. Macht eine Choreographie und haltet die Aktion unbedingt mit Bildern/Videos fest. Ganz wichtig ist, dass ihr die Message und Intention Eurer Aktion sichtbarmacht. Dabei könnten auch Postkarten verteilt werden.

Symbolische Aktion(en) in den Einsatzstellen: Zum Beispiel alle Einsatzstellen am Aktionstag mit Plakaten „schmücken“ oder „rot anleuchten“, um auf das Engagement der Freiwilligendienste und den Verlust bei weiteren Kürzungen aufmerksam zu machen. Am Aktionstag könnten auch gesammelt Postkarten verfasst oder Videobotschaften für die Bundespolitik aufgenommen werden. Denkt an die Einbindung lokaler Presse.

Digitale Beteiligung: Wir wollen an dem Aktionstag auch digital sichtbar und laut sein. Ihr könnt Eure Social Media-Kanäle nutzen, um einen Einblick in Eure tägliche Arbeit zu geben, um zu verdeutlichen, was durch die Kürzungen konkret bedroht ist. Eurer Kreativität sind für eine digitale Beteiligung keine Grenzen gesetzt.

Wichtig für alle Aktionen: Begleitet diese über Eure eigenen Social-Media-Kanäle und verlinkt die Kampagne (@fwdstaerken). Nutzt #freiwilligdienststaerken #keinehalbensachen #versprechenhalten #freiwilligstark

Alle Beiträge ansehen

Kampagne

Die Kampagne setzt sich für gute Bedingungen und eine erhöhte Anerkennung des freiwilligen Engagements ein.

Petition

Die Petition an den Deutschen Bundestag fordert die Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung des Freiwilligendienstes.
 

Material

Verschiedene Materialien, um das Bewusstsein für den Wert des freiwilligen Engagements zu fördern.